Gemeinde Glatten

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Landratsamt Freudenstadt Medieninformation Nr. 183 vom 06. September 2022

Das Privatwaldgebiet „Hummelberg“ zwischen Glatten und Lombach ist ein wichtiger Erholungsraum und schafft mit seinen Wegen für viele Erholungssuchende die Verbindung zwischen Glatten, Lombach und Dietersweiler.
Damit der Hummelberg auch in Zukunft seiner Funktion als Naherholungsgebiet, aber auch als Lieferant von Sauerstoff und dem ökologischen Rohstoff Holz gerecht werden kann, ist eine Pflegemaßnahme, eine sogenannte Durchforstung, erforderlich.
 
„Das Kreisforstamt hat sich aus verschiedenen Gründen dazu entschieden, für die Privatwaldbesitzenden des Hummelberges eine gemeinsame Pflegemaßnahme anzubieten“, sagt Revierleiter Adrian Grundler vom Kreisforstamt Freudenstadt, der für den Privatwald in der Gemeinde Glatten zuständig ist.
Diese Durchforstung wird ab Montag, 12. September beginnen und voraussichtlich bis Anfang November andauern. Für diesen Zeitraum herrscht absolute Lebensgefahr für Waldbesuchende, weswegen das Gebiet weitestgehend gesperrt sein wird. Der Lautermühlenweg – die Verbindung zwischen dem Parkplatz Flößerring und der Waldsägemühle, in der seit kurzer Zeit ein Waldkindergarten eingezogen ist, sowie der Krähwinkelweg und der Hummelbergweg werden von den Sperrungen betroffen sein.
„Wir versuchen, die Sperrungsdauer insbesondere des Lautermühlenweges auf ein Minimum zu reduzieren, da dort der meiste Verkehr stattfindet. Zum Schutz der Waldbesuchenden wird es aber nicht ganz ohne Absperrung gehen“ so Grundler.
 
Die Pflegemaßnahme im Hummelberg hat verschiedene Gründe. „Der Waldboden ist seit der letzten gemeinsamen Durchforstung vor 15 Jahren in vielen Bereichen verdunkelt und die Naturverjüngung kann mit zu wenig Licht nur schwer wachsen. Bereits vorhandene Naturverjüngung braucht dringend mehr Platz und Licht. Deswegen ist eine Durchforstung wichtig, um die Stabilität und den Wert des Waldes zu erhalten und die Weichen für die nächste Waldgeneration zu stellen“ so Grundler. Darüber hinaus leiden viele der älteren Bäume unter den Folgen des Klimawandels. „Hinzu kommt eine schlechte Erschließung und die Hanglage in Teilen des Privatwaldgebietes, welche die Waldbesitzenden vor große Herausforderungen bei der Waldpflege stellt“, meint Lena Rentschler, die als Projektmitarbeiterin beim Kreisforstamt zusammen mit Revierleiter Grundler das Projekt betreut.
 
Für die sinnvolle Umsetzung des Projektes war bereits zu Beginn klar, dass die teilweise mangelnde Erschließung des Hummelberges ausgebaut werden muss. Hierzu wird u.a. das sog. „Bussierwegle“ – die Verbindung zwischen dem Schlachthaus Widmaier und der Waldsäge verbreitert, sodass die Waldbesitzenden auch langfristig eine Möglichkeit zur Holzrückung in Ihren Wälder haben. In einem zweiten Schritt wird das Bussierwegle weitestgehend in Gemeindeeigentum überführt werden.
 
„An dieser Stelle möchten wir uns einerseits bei den Anliegern für die rasche Zustimmung bedanken, zum anderen gilt der Dank insbesondere Bürgermeister Tore-Derek Pfeifer, der sich für die Überführung des Weges in geregelte Eigentumsverhältnisse sowie die Kostenbeteiligung der Gemeinde an den Erschließungskosten eingesetzt hat. Ohne dieses Engagement wäre all das nicht möglich gewesen“, so Grundler und Rentschler vom Kreisforstamt.
 
Förster Grundler und sein Team bitten eindringlich darum, Sperrbänder, Sperrschilder und Transparente zu beachten. Die Absperrungen gelten auch an Wochenenden und Feiertagen, wenn nicht gearbeitet wird, da auch in dieser Zeit Gefahr durch plötzlich abstürzende Äste besteht. Umleitungen werden eingerichtet.
Nach Abschluss der Arbeiten werden die Wege wieder in einen ordentlichen Zustand zurückversetzt und der Hummelberg für Besuche und Wanderungen freigegeben.
 
Für Fragen steht Revierleiter Adrian Grundler unter 07441 920-3596 oder per Mail  an grundler(@)kreis-fds.de jederzeit zur Verfügung.